Die Waisen des Eldorados: Eine Geschichte aus der Zeit des Kautschukbooms, Albert von Brunn

Deutsch, Presse

 

„Bis kurz vor dem Tod meines Vaters sprachen alle nur vom Wachstum. Manaus, der Kautschukexport, die Arbeit, der Handel, der Tourismus, alles war im Wachsen begriffen, selbst die Prostitution“, erinnert sich Arminto, der Ich-Erzähler im neuesten Roman von Milton Hatoum[1]. „Nur Estiliano, [der Freund meines Vaters] war skeptisch, und er sollte Recht behalten. In den Bars und Restaurants kursierten alarmierende Nachrichten aus Belém und Manaus: wenn wir keine Gummibäume anpflanzten wie die Engländer, so waren wir verloren“. Manaus, Hauptstadt Amazoniens zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Die Stadt im Urwald schwimmt auf einer Welle nie gekannten Wohlstandes. Nach der Weltausstellung von Paris (1876) beginnt der Naturkautschuk seinen Siegeszug durch Europa und Nordamerika – ein Vehikel des Fortschritts und zugleich ein Katapult für die Modernisierung der Amazonasregion, aus der das Rohmaterial stammt. Dank dem Gummiboom finden die Eliten Amazoniens Anschluss an das kulturelle und soziale Leben Europas. Zugleich mehren sich die Zeichen der Krise. 1872 war es dem Engländer Henry Wickham gelungen, Samen der Hevea Brasiliensis nach England zu schmuggeln. Gummiplantagen entstanden in den englischen Kolonien in Südostasien. Die Belle Époque Amazoniens neigt sich dem Ende zu. In dieser Zeit spielt der Roman von Milton Hatoum. Seine Waisen des Eldorados erleben die Schattenseiten einer glanzvollen Zeit, von der zuletzt nur noch das Teatro Amazonas, die Oper im Urwald und ein Berg stinkiger Gummiballen übrig bleiben, die an tote Geier erinnern.

Manaus, ein Paris im Urwald?

„Vor fünfzehn Jahren war Eduardo Gonçalves Ribeiro, der jüngste brasilianische Gouverneur, an die Macht gelangt. Er war ein kleiner, dunkelhäutiger Diktator, dessen hochfliegende Pläne nach der Macht und schönen Frauen strebten“, erinnert sich der englische  Journalist Richard Collier[2]. „Aus Regenwäldern und Malariasümpfen entstand praktisch über Nacht eine faszinierende Stadt der Moderne mit Krankenhäusern, Kirchen, Banken, Bürotempeln und Markthallen […]. In mancher Hinsicht war Manaus das Hirngespinst eines reichen Mannes. So thronte über dem Zentrum die goldblaue Kuppel des Teatro Amazonas. Sein Eisengerüst stammte aus Glasgow, die 66’000 Ziegel der Kuppel aus dem Elsass. Im Innern prangten venezianische Glaskandelaber und im Foyer standen Säulen aus Carrara-Marmor neben Sesseln aus Palisanderholz, die so schwer waren, dass zwei Männer sie kaum verschieben konnten […]. Trotz der glitzernden Fassade war und blieb Manaus eine Stadt am Rande der Wildnis: kein normaler Mann hätte seine Frau allein zur Kirche gehen lassen, und hinter den schmucken Herrenhäusern gähnten stinkende Slums mit ihren Regenfässern, Pfützen und offenen Zisternen, kurzum ideale Brutstätten für Moskitos und Parasiten aller Art, die jährlich über 300 Opfer forderten“.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war das Hinterland des Grão-Pará vom Rest der Welt abgeschnitten. Erst mit der Einführung der Dampfschifffahrt durch die englische Amazon Steam Navigation Company und der Öffnung der Flüsse Amazonas, Tocantins, Tapajós und Madeira durch das kaiserliche Dekret vom 7. 9. 1867 wurde Amazonien Teil des Weltmarktes. Das Exportgut Kautschuk gewann immer mehr an Bedeutung. Die Existenz der Hevea Brasiliensis, des Kautschukbaums, war zwar den Europäern seit der Expedition von Charles Marie de La Condamine (1701-1774) nach Amazonien (1736) bekannt. Aber erst mit der Erfindung der Vulkanisierung durch den nordamerikanischen Chemiker Charles Goodyear (1800-1860) wurde Latex zu einem wichtigen Rohstoff im Prozess der Industrialisierung. Zwischen 1898 und 1900 erwirtschaftete Kautschuk 25,7% des brasilianischen Exports, übertroffen nur noch vom Kaffee (52,7%)[3]. In den ersten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts verlor Amazonien das Monopol über die Kautschukproduktion, was zu einem raschen Zerfall und zum Ende der Belle Époque führte. Mehr als Belém galt Manaus als Hauptstadt des Kautschuks. Zu Beginn war Manaus in den Augen seiner Eliten kein Schmuckstück, sondern galt als Dorf, erdrückt vom Albtraum der Wildnis. Das moderne, von Gouverneur Eduardo Gonçalves Ribeiro (1862-1900) in den Jahren 1892-1896 erbaute Paris im Urwald entsprach den Interessen der Oberschicht und der lokalen Verwaltung: elektrisches Licht, Kanalisation, Straßenbahnen, Telefon und gepflasterte Strassen verwandelten die verschlafene Grenzfestung in eine moderne Metropole[4]. Freilich hatte dieser Fieberschub der Moderne auch seine Schattenseiten. Das Paris sur Amazone hielt einem Vergleich mit seinem Vorbild nicht stand. Während Baron Georges-Eugène Haussmann (1809-1891) die äußere Gestalt einer bereits stark industrialisierten Stadt veränderte, erbaute Gouverneur Eduardo Ribeiro eine Art Disneyland der Moderne, eine auf dem Reißbrett entworfene Stadt, deren Prosperität auf einem einzigen Rohstoff beruhte – Kautschuk – und mit ihm untergehen sollte. Gleichzeitig setzte die Verarmung breiter Schichten ein, und es ist kein Zufall, das in dieser Zeit kurzlebiger Glorie zahlreiche Wohlfahrtsstiftungen wie die Beneficiente Portuguesa und das Instituto Benjamin Constant entstanden, die aus armen Waisenmädchen gute Hausfrauen machen wollten. Philanthropie und das schlechte Gewissen der Elite von Manaus schlugen tiefe Wurzeln im schlammigen Grund des Amazonasbeckens[5]. Ein solches Waisenmädchen, Dinaura, ist die weibliche Protagonistin des Romans. Sie ergreift Besitz vom Verstand des Ich-Erzählers und treibt ihn in den Wahnsinn: er verschleudert das Erbe seines Vaters und endet in einer baufälligen Hütte am Ufer des Amazonas, während über das Wasser die Helikopter der brasilianischen Luftwaffe donnern, um den im Zuge des Zweiten Weltkrieges wieder heiß begehrten Naturkautschuk Amazoniens nach Nordamerika zu schaffen: „In mancherlei Hinsicht ist die Moderne in Manaus eine Fortsetzung der Sklaverei mit anderen Mitteln, wobei der überwältigenden Mehrheit der Stadtbewohner ein menschenwürdiges Leben bis heute vorenthalten wird“, so Milton Hatoum am Ende seiner Betrachtungen[6]. „Ich meine, das ist nicht mehr mein Manaus. Was bleibt von der Vergangenheit dieser Stadt, die in wenigen Jahren brutal zerstört wurde? Nur die Erinnerung“.

Ein gewisser Orient aus literarischen Reminiszenzen

„Du wirst keine neuen Länder entdecken, keine anderen Meere./ Die Stadt wird dir folgen. Du wirst durch dieselben Straßen/ Streifen, in denselben Vierteln alt werden./ Dein Haar wird weiß in denselben Häusern./ Wo immer du hinfährst, hier wird deine Reise enden./ Es gibt für dich kein Schiff und keine Straße -/Gib die Hoffnung auf. Hast du dein Leben auf diesem kleinen/ Fleck vergeudet, so hast du es auf der ganzen Erde vertan.“[7]

Der alternde, völlig ruinierte Arminto bekommt in seiner Hütte Besuch. Es ist der Anwalt Estiliano, der einzige Freund seines Vaters Amando. Estiliano hat seit seiner Pensionierung allen Gesetzen, Prozessen und staubigen Folianten Lebewohl gesagt und beschäftigt sich nur noch mit der Dichtung: „Wenn jemand stirbt oder verschwindet, ist das Wort die einzige Rettung“[8]. Estiliano ist ein Freigeist, der für Rotwein und französische Literatur schwärmt, obwohl er nie in Frankreich gewesen ist. Zeit seines Lebens hegt er eine heimliche Vorliebe für Armando, den Vater des Erzählers. Als dieser an einem Herzinfarkt stirbt, bleibt ihm nur noch die Dichtung. In seinen freien Stunden übersetzt er Konstantinos Kavafis, den Dichter aus Alexandria: „Damals begann er einen griechischen Dichter zu übersetzen und überreichte mir die erste Version dieser Übersetzung“, erinnert sich Arminto. „Dann habe ich ihn lange nicht gesehen, seit dem regnerischen Nachmittag, an dem er von seinen Lieblingsdichtern sprach und ihre Gedichte rezitierte. Während er in seinen Büchern blätterte, blickte ich auf den Fluss und weinte. Ich habe dich noch nie wegen einem Gedicht weinen sehen, sagte Estiliano. Ich weine nicht wegen dem Gedicht. Ich weine aus Sehnsucht nach einer Frau, die du hasst“[9]

Konstantinos Kavafis (1863-1933), Erneuerer der griechischen Lyrik, ist der Leitstern im Roman von Milton Hatoum: „Sein Gedicht Die Stadt erzählt von einem besseren Leben, vom lyrischen Ich auf der Suche nach dem Glück“, erklärt der Schriftsteller in einem Interview[10]. „Im zweiten Teil erkennt das lyrische Ich die Nutzlosigkeit dieser Suche. Es gibt keine anderen Länder, keine anderen Meere. Deine Stadt verfolgt dich auf Schritt und Tritt […]. Meine Stadt verfolgt mich auch. Es gibt kein Entrinnen“. Konstantinos Kavafis wurde in Alexandria in Ägypten als Sohn einer wohlhabenden Händlerfamilie geboren. Sein Vater starb, als der Junge sieben Jahre alt war. Das Erbe wurde von seinen älteren Brüdern verschleudert, und so war Kavafis Jugend gekennzeichnet von Armut, prekärer Schulbildung und ständiger Verpflanzung (England, Konstantinopel), bis er sich von 1885 bis zu seinem Lebensende wieder in der Heimatstadt niederließ, in der Rue Lepsius. Sterilität, Frustration und Verlust – auf diese drei Gefühle lässt sich die Erfahrung des Dichters im Alexandria der Gegenwart reduzieren. Die Erlösung der Stadt, die Verwandlung ihres vergänglichen Alltagslebens in die Dichtkunst, entspricht einem Prozess der Entfremdung, bei dem der Dichter seine Stadt verliert und der Leser eine Stadt gewinnt, ein mythisches Alexandria, in dem sich die Stadt der Ptolemäer und die der flüchtigen Liebschaften zu einem Bild verdichten, das von Verlust und Erinnerung geprägt ist[11]. Hier liegt die Parallele zum Manaus von Milton Hatoum: wie Alexandria, so wurde auch die Hauptstadt Amazoniens in den Sechziger Jahren von einer brutalen Diktatur ausgelöscht und ist dichterisch nicht mehr fassbar, es sei denn in der Erinnerung. Im Gedicht Die Nachmittagssonne (1918) von Konstantinos Kavafis[12] verwandelt sich vor unseren Augen das Haus der Liebe in ein tristes Bürogebäude. Die permanente Gleichsetzung des modernen Alexandria mit der antiken Polis suggeriert eine Kontinuität zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Während jedoch die antike Polis ihre Liebhaber schätzte, sind Kavafis Liebhaber nur noch Außenseiter, wie die Waisen des Eldorados in Miltons Roman: nach dem Verlust seiner Liebe Dinaura verkauft Arminto den weißen Palast seiner Familie an einen libanesischen Gewürzhändler. Doch statt ein Haus orientalischer Düfte wird daraus ein Gerichtsgebäude. Manaus ist nur noch eine Erinnerung: während der Militärdiktatur (1964-1984) wurde die Stadt am Ufer des Rio Negro so stark verändert, dass von der Belle Époque nichts mehr geblieben ist. Die gesichtslose Megalopolis wuchert in alle Richtungen und ist nur noch als Erinnerung fassbar. Es gibt keinen weißen Palast mehr, nur noch die Orte der Kindheit im Kopf des Schriftstellers. Frustration und Verlust sind auch in Manaus die prägenden Erlebnisse. Während Milton seine Stadt verliert, gewinnt der Leser eine Stadt, ein mythisches Manaus, das nur noch in den Büchern existiert. In dieser Stadt gibt es keine Liebespaare mehr: Arminto träumt von seiner verlorenen Dinaura und Estiliano von seinem Jugendfreund Armando. Wie bei Kafavis sind die Liebenden Außenseiter einer Gesellschaft, die für sie keinen Platz mehr übrig hat.

Reise nach Manoa: ein mythischer Schiffbruch

„Estiliano entfaltete ein Stück Papier und zeigte mir eine Karte mit zwei Wörtern – Manaus und Eldorado. Die beiden Begriffe waren einst gleichbedeutend. Die Eroberer verwechselten Manaus oder Manoa mit dem Eldorado. Sie suchten das Gold der Neuen Welt in einer Stadt auf dem Grund des Flusses mit Namen Manoa. Das war die verzauberte Stadt […]. Und wo ist Dinaura? In Manaus oder auf der Insel?“[13]

Kurz vor seinem Tod besucht Estiliano den Sohn seines verstorbenen Freundes. Arminto lebt völlig verarmt in einer Kate am Ufer des Amazonas und träumt noch immer von seiner verschwundenen Geliebten Dinaura. Sie ist auf eine Insel geflohen, erzählt der Anwalt, es ist eine Station für Leprakranke und trägt den Namen Eldorado – eine Orwellsche Ironie. Während der Anwalt stirbt und in der Familiengruft beigesetzt wird, besteigt Arminto einen wackeligen Kahn auf der Suche nach seiner Dinaura. Ob er sie tot oder lebend, krank oder sterbend vorfinden wird, bleibt ungewiss. Die Reise nach Manoa wird zum Schiffbruch und ist gleichbedeutend mit dem Tod der beiden Protagonisten im Roman.

Amazonien ist stets eine Art Projektionsfläche für Wünsche und Visionen aller Art gewesen, seit die Europäer die Region zu Beginn des 16. Jahrhunderts eroberten. Das Eintreffen der Fremdlinge veränderte Kultur und Umwelt dramatisch. Krankheiten wie Grippe und Pocken dezimierten die einheimische Bevölkerung Amazoniens, das bis zum Beginn des Zwanzigsten  Jahrhunderts trotz Kautschukboom dünn besiedelt war: keine Stadt zählte mehr als 100’000 Einwohner. Rund die Hälfte aller Indianer, die mit der Zivilisation in Berührung kamen, starb aus, ohne eine Spur zu hinterlassen. Nur im Gebiet des Rio Negro erhielten sich Eingeborenensprachen und die Língua geral, die Mischsprache aus der Kolonialzeit[14]. Miltons Roman beginnt mit einem Bild der Untergangs: eine Tapuia-Indianerin klagt laut ihr Leid, stürzt sich in den Amazonas und kehrt niemals zurück. Florita, die Pflegemutter des Erzählers, interpretiert die Worte der Indianerin als einen Mythos aus Amazonien – eine Reise in die verzauberte Stadt, in eine bessere Welt ohne Krankheit und Tod. Dieser symbolische Selbstmord der indianischen Kultur Amazoniens steht wie ein Emblem am Anfang und am Ende der Geschichte und steht zum Mythos Eldorado wie die Kehrseite zur Medaille: Mythos und Untergang, Illusion und Habgier. Gold und Diamanten wurden von den Amazonas-Indianern kaum beachtet, obwohl beides reichlich vorhanden war. Gold war nur für die Inkas von Bedeutung, die das Edelmetall in den Anden zu kostbaren Juwelen verarbeiteten. Der Stamm der Manau am Ufer des Rio Negro war der einzige, der im 16. Jahrhundert Gold zu Nasen- oder Ohrringen verarbeitete. Die Diamantenschmuggler träumten von verzauberten Städten entlang des Rio Tocantins; die berühmteste von ihnen hieß Mineiro und lag mitten im Fluss. Bei Milton Hatoum wird dieser Mythos Eldorado zum Namen einer Lepra-Station, auf der Arminto verzweifelt nach seiner verlorenen Geliebten sucht.

„Der Mythos ist die Keimzelle der Literatur, unabhängig von Zeit und Gattung. Wo wir es am wenigsten  vermuten, stoßen wir bei genauer Lektüre auf einen getarnten Mythos, eine fast unhörbare Stimme. Ein gutes Gedicht oder eine gute Erzählung zu lesen, bedeutet, einen Mythos neu zu beleben“, schreibt Milton Hatoum in einer seiner Glossen[15]. Die Erzählung Waisen des Eldorados entstand im Auftrag des Verlags Canongate, der für seine Mythen-Sammlung eine Geschichte von 25’000 Wörtern verlangte, eine Herausforderung für Milton Hatoum. Entstanden ist ein Mythos Amazoniens unter im Licht des  Konstantinos Kavafis: Das Paradies hat aufgehört zu existieren; es lebt nur noch in der Erinnerung oder als Wort auf einem Blatt Papier.

Albert von Brunn (Zürich)

———————————————————————————————-Milton Hatoum (*1952) wurde als Sohn libanesischer Einwanderer in Manaus geboren. Er studierte Architektur zunächst in São Paulo, ab 1979 in Madrid, später in Barcelona und in Paris. 1984 kehrte er als Französischlehrer nach Manaus zurück. Seit 1999 lebt er in São Paulo und lehrte als Gastdozent an den Universitäten Yale, Stanford und Berkeley. 1989 erschien sein erster Roman Relato de um certo Oriente (dt. Brief aus Manaus, 2002), 2000 Dois irmãos (dt. Zwei Brüder, 2002), für die er zweimal den angesehenen Jabuti-Preis erhielt. Im Jahr 2005 folgte der Roman Cinzas do norte, der zur Frankfurter Buchmesse unter dem Titel Asche vom Amazonas ins Deutsche übersetzt wird.


[1] Hatoum, Milton. Órfãos do Eldorado. São Paulo: Companhia das Letras, 2008, S. 33.

[2] Collier, Richard. The river that God forgot: the story of the Amazon rubber boom. London: Collins, 1968, SS. 17-23.

[3] Daou, Ana Maria. A Belle Époque amazônica. 2ª ed.Rio de Janeiro: Zahar, 2000, SS. 12-24.

[4] Ibidem, SS. 33-39.

[5] Hatoum, Milton. „Document: the view from Manaus“in: Literary Cultures of Latin America. Vol. II. Oxford: Oxford University Press, 2004, SS. 516-524.

[6] Ibidem, S. 524.

[7] Kavafis, Konstantinos. „Die Stadt“ in: Das Gesamtwerk. Griechisch und deutsch. Aus dem Griechischen übersetzt und hrsg. Von Robert Elsie. Zürich: Amman Verlag, 1997, S. 87.

[8] Hatoum, Milton. Órfãos do Eldorado. São Paulo: Companhia das Letras, 2008, S. 86.

[9] Ibidem, SS. 85-86.

[10] Lopes, Jonas und Luciana Araújo. „Milton Hatoum encara o desafio da novela em Órfãos do Eldorado” in: Último segundo 18.3.2008 http://ultimo.segundo.ig.com.br

[11] Keeley, Edmund. Cavafy’s Alexandria: study of a myth in progress. London: Hogarth, 1977, SS. 7-8, 46-47, 57, 70-72.

[12] Kavafis, Konstantinos. „Die Nachmittagssonne“ in: Das Gesamtwerk. Griechisch und deutsch. Aus dem Griechischen übersetzt und hrsg. Von Robert Elsie. Zürich: Amman Verlag, 1997, S. 175.

[13] Hatoum, Milton. Órfãos do Eldorado. São Paulo: Companhia das Letras, 2008, S. 99.

[14] Smith, Nigel J.H. The enchanted Amazon rain forest: stories from a vanishing world. Gainesville: University Press of Florida, 1996, SS. 1, 24.

[15] Hatoum, Milton. „Antes o mundo não existia” in: EntreLivros 1(2006), Nr.12, SS.26-27.

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