Frankfurter Allgemeine Zeitung (4)

Der Dschungelfluch, Klara Obermüller – Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4 Dezember 2002

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Emilie, eine neue Stimme Brasiliens von Hanspeter Brode – Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8 Dezember 1992

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Der Dschungelfluch – Epochenende: Milton Hatoum sucht Cain und Abel in Amazonien – Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Der Dschungelfluch – Epochenende : Milton Hatoum sucht Kain und Abel in Amazonien Der Bruderzwist steht am Anfang der Menschheitsgeschichte: Kain erschlägt Abel – aus Neid und Mißgunst, weil dessen Opfer dem Vatergott besser gefällt als das eigene. Mit dieser Tat ist das Böse in der Welt zum ersten Mal manifest geworden, nach biblischem Verständnis eine Folge der Ursünde, die sich fortzeugt bis auf den heutigen Tag. Auch der Brasilianer Milton Hatoum weiß in seinem neuesten Roman davon zu berichten. Omar und Jaqub heißen seine zwei Brüder. Zwillinge sind es, wild und unberechenbar der eine, in sich gekehrt und nachdenklich der andere. Die Rivalität tritt schon früh zu Tage: Die Mutter zieht Omar dem zuerst geborenen Jaqub vor. Der Keim der Eifersucht ist gelegt. Als beide sich eines Tages in das gleiche Mädchen verlieben und dieses sich für Jaqub entscheidet, eskaliert der Streit. Er endet zwar nicht tödlich wie in der Bibel, doch Jaqub trägt im Gesicht eine häßliche Narbe davon: sichtbares Zeichen der Feindschaft, die ein Leben lang währt und eine Familie zerstört. Milton Hatoum, der Sohn eines libanesischen Einwanderers und einer Brasilianerin, siedelt seine Familientragödie in einem Milieu an, das er aus eigener Anschauung kennt: Sie spielt in […]

“Plastik statt Jute”, Frankfurter Allgemeine

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18. Oktober 2008  Über dem Gemäldezyklus, mit dem sich der junge brasilianische Künstler Mundo in London an der Kunsthochschule bewerben möchte, steht “Chronik eines Verfalls – Erinnerungen eines geliebten Sohnes”. Zu sehen ist auf dem ersten Bild ein tropisches Feudalidyll: ein prunkvolles Herrenhaus in Amazonien mit einem Heer von indianischen Arbeitern am Fluss, unter ihnen der Künstler selbst, der das Geschehen zeichnet. Darüber thront der Herrscher und Besitzer dieses Reiches, den Lieblingshund an seiner Seite. Auf den folgenden Bildern aber “veränderten sich die Gestalten und die Landschaften, der Mann und das Tier wurden älter, nahmen seltsame und groteske Formen an, bis sich ihr Bild ganz auflöste” und schließlich auf den letzten beiden Gemälden nur noch melancholische Gegenstände, “zerrissene, zerschnittene und zerlöcherte Fetzen” zu sehen sind. Diesen Zyklus, Haupt- und zugleich Abschiedswerk seines rebellischen Helden Mundo, präsentiert uns Milton Hatoum ganz am Schluss seines Romans “Asche vom Amazonas”. Obwohl die Bildbeschreibung kaum eine Seite umfasst, enthält sie in Miniatur die rückblickende Essenz des gesamten Romans. Es könnte auch, im Stile einer Art von brasilianischen “Buddenbrooks”, als Untertitel “Chronik eines Verfalls” darüber stehen. Getragen wird die Handlung vom bitteren Aufbäumen des feinsinnigen Mundo gegen seinen patriarchalischen, jähzornigen Vater Jano. http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E223E92005A72411AA197C49A4A1489B7~ATpl~Ecommon~Scontent.html